
ÜBER MICH
1974 Doppelbürgerin von Italien und Schweiz
Mutter von einem fantastischen Kind
Sozialarbeiterin, Gärtnerin und Maldienende
Der Weg zum Malort
1995
Der Traum als Dekorationsgestalterin platzte.
Auf Empfehlung von meinem geliebten Vater absolvierte ich eine kaufmännische Grundausbildung in der Treuhandbranche.
Freizeitkurse
Alle meine Interessen vertiefte ich mit Kursen. Vom Buchbinden, Skizzieren über den Flamenco habe ich mich stets meinen Interessen gewidmet.
2011 - 2013
Diplom in Zeichnen und Malen
In der Zürcher Hochschule der Künste absolvierte ich während fünf Semester eine gestalterische Ausbildung. An einem Tag in der Woche vertiefte ich meine Techniken in Zeichnen und Malen. Die Ausbildung schloss ich mit der Diplomarbeit «Blühende Farbräume» ab.
2011 - 2013
«Closlieu» - der geschlossene Malort bei Marlis Stahlberger
Im Malort von Marlis Stahlberger habe ich mich erstmals auf meine eigene Malspur eingelassen. Welche zierliche und liebenswürdige Frau Marlis Stahlberger! Sie liebte ihren Malort. Sie selbst hatte die Ausbildung bei Arno Stern in Paris absolviert. Wie besonders war der Malort von Marlis Stahlberger an der Museumstrasse 41. In ihrer Jugendstilwohnung hatte sie in einem Zimmer ihren Malort eingerichtet. Alle vier Wände im Raum waren von oben an der Decke bis unten am Boden mit Packpapier verkleidet. Das Zimmer befand sich gleich beim Eingang und links davon Stand die Garderobe. Als Raumteiler zum «Closlieu» diente einen weissen Stoff mit Stickerei. Im Eingangsbereich standen jeweils Trinkgläser, Hahnenburger und Sirup bereit. Ich war fasziniert, denn Marlis hatte den Sirup in grossen Tomatengläser gefüllt. Wenn ich heute für meine Lasagne Sauce ein Tomatenglas öffne, dann erinnert es mich immer an Marlis. Auch die Hülsenfrüchte füllte Marlis in leeren Tomatengläser. Sie standen alle dekorativ in der Küche nebeneinander aufgestellt. Sogar am Sonntag öffnete Marlis die Türen ihrer Wohnung, um im «Closlieu» die Malspur zu ermöglichen. Sie hielt ihren Malort lange aufrecht, auch wenn ihre Hände dies nicht mehr schmerzlos ermöglichten. Heute Danke ich Marlis Stahlberger, dass sich unsere Wege gekreuzt haben. Sie liebte ihren Hund Luna und kein Weg war ihr zu weit. Gerne erzählte sie von ihren ausgiebigen Spaziergängen mit Luna. Marlis schrieb die Maldaten jeweils von Hand auf ein A4-Papier und verzierte den Flyer mit Stabilo Stifte. Sie zeichnete winzige Blumen und dekorierte den Flyer mit Ornamenten. Diese Art von Flyer hat mich ursprünglich zu Marlis Stahlberger geführt. Heute erinnere ich mich nicht mehr, wo ich diesen wunderschönen Flyer mitgenommen habe. Er hat mich aber auf alle Fälle zu Marlis geführt und mir den Zugang in die Welt von Arno Stern geschaffen. Im Januar 2021 durfte Marlis die Augen für immer schliessen.
2024
Intensiv-Ausbildung mit Arno Stern
Anfangs 2024 absolvierte ich die Intensiv-Ausbildung mit Arno Stern. Es war nicht meine Absicht einen Malort zu eröffnen. Die Ausbildung habe ich in erster Linie für mich gemacht. Seit Jahren fasziniert mich die Haltung von Arno Stern.
2025
Leslies Angebot, ihren Malraum weiterzuführen
Im Sommer 2025 bekam ich das Angebot von Leslie Piatti, ihren malRaum zu übernehmen. Der Entscheidungsfindungsprozess war von Abwägen und Unsicherheiten geprägt. Im November 2025 stand aber der Entschluss fest, aus dem Malraum einen Malort zu schaffen. Ich fühlte mich auserwählt. Einen Malort mit 45 Jahren Malspuren Mitten in der Stadt St. Gallen zu übernehmen, fühlte sich stimmig an. Umgehend nach meiner Zusage tauchte ich bei Leslie Piatti in mein eigenes Malspiel ein.
2026
Eröffnung des Malortes Donatella Spagnolo
In jeder einzelnen Malsequenz breitet sich in mir eine grosse Dankbarkeit aus. Jetzt bin ich die Maldienende im «Closlieu». Der geschlossene Malraum befindet sich wie in einem Wimmelbuch Mitten in der Stadt St. Gallen. In der Mitte des Raumes steht mit der Farbpalette mit 18 Gouache Farben ein unendlicher Regenbogen. Eine Gruppe von Menschen verteilen sich sukzessive im Raum und suchen sich für die Malsequenz ihren Platz. Menschen aus verschiedenen Generationen bilden eine Malgruppe. Die Kinder sorgen im Malort für eine besondere Lebendigkeit. Sie sind neugierig, offen und sehen die Welt mit Kinderaugen. Alle im Raum pendeln während einer ganzen Malsequenz zwischen der Farbpalette und dem eigenen Papier an der Wand. Alle sind vertieft und mit der eigenen Malspur beschäftigt. Der Malort füllt sich während jeder Malsequenz erneut mit Malspuren.